Albanien 2022- unser Reisebericht

Albanien - ein unterschätztes Urlaubsland

Wir sind bereits das 2. Mal in diesem Land unterwegs. Beim ersten Mal im Jahr 2021 haben wir Land und Leute kennen und schätzen gelernt.

Wunderschöne Bergmassive, versteckte unberührte Täler und einmalige kulturelle Sehenswürdigkeiten erwarten die Reisenden, die nicht nur den direkten Landweg nach Griechenland wählen, sondern eine Zeit zur Entdeckung dieses schönen Landes aufbringen. Es lohnt sich in jedem Falle.

Strände mit karibisch türkisblauem und sauberem Wasser laden zum Baden ein. Ebenfalls sehr zu empfehlen ist die hervorragende albanische Küche.  

Die Menschen in Albanien sind - aus meiner Erfahrung - sehr freundlich und hilfsbereit und man wird als Besucher gleich mal zu Speis und Trank eingeladen.

Bei all den positiven Empfehlungen sollte man aber nicht vergessen, dass Albanien eines der ärmsten Länder in Europa ist und die Menschen teilweise in sehr einfachen Hütten leben. 

Ein Wort zur Kriminalität. Wir sind mit dem Camper Kastenwagen unterwegs und wir hatten in keiner Sekunde den Eindruck, dass wir in Gefahr für Hab und Gut sind. Mag sein, haben andere Reisende negative Erfahrungen, wir jedenfalls haben die bis dato nicht. Und ich hoffe es bleibt auch so.

Tag 1 - 30.8.2022

Also jetzt gehts los. Albanien wir sind auf dem Weg ! 

 

Weisskirchen – Trogir/Kroatien kurz vor Split – unsere erste Etappe auf dem Weg nach Albanien.

 650 Kilometer – liegen vor uns.

Doch ! Es begann mit einer Überraschung. Beim finalen Fensterputz der Windschutzscheibe fiel ein kurzer Blick auf die § 57

Plakette. Und siehe da – Abgelaufen. Mehr als 4 Monate – Oh Schreck lass nach. Durch die Hilfe der Eva Konrad vom Autohaus

Kaltenegger&Konrad konnten wir einen Termin für eine Überprüfung bekommen und Gott sei Dank – alles ok die Plakette war

dran. Los ging die Fahrt.Über Graz – Marburg – Zagreb und letztlich Trogir, wo wir gegen 17:30 Uhr eingetroffen sind. Kurz beim

Lidl eingekauft und zu unserem tollen Stellplatz oberhalb der Stadt gefahren. Da stehen wir jetzt , wunderschöne Aussicht auf die

Stadt – Sonnenuntergang und ein hervorragendes Abendessen – Steinpilze mit Tagliatelle – frisch und ein Glas Wein dazu – Herz

was willst du mehr. Aktuell 22.00 Uhr und immer noch 28 Grad. 

 

Tag 2 - 31.8.2022

Der heutige Tag empfängt uns mit wolkenlosem Himmel und um 06:00 Uhr hatte es schon 28 Grad. - Sonnenaufgang vom aller feinsten.

Frühstück im Freien mit tollem Blick auf die munter werdende Stadt Trogir.

Abfahrt um 08:00 Uhr Richtung Süden - Dubrovnik und weiter nach Montenegro. Mühsam der Küste entlang - dann doch auf die Autobahn. Ende in Ploce. Dann über Landstrasse und über die neue Brücke nach Peljesac. Unglaublich was hier an Landmasse für Autostrassen verbaut wurde. Aber ! man spart sich 2 x Grenze - Bosnien und ist schneller in Dubrovnik. Gegen 13:00 Uhr Grenze zu Montenegro und jetzt heisst es Geduld aufbringen und immer schön lächeln. (bei 31 Grad Aussen und 33 Grad Innentemperatur) Immerhin - nach gut 1 Stunde sind wir durch und in Montenegro. In einem Einkaufszentrum vor dem  größeren Ort Herzeg Novi haben wir uns eine Telefonkarte für Montenegro und Albanien gekauft. (500GB für 15 Tage zum Preis von € 10,--) Montenegro hat offiziell den Euro als Zahlungsmittel. Wir nehmen den kürzeren Weg mit der Fähre um die Bucht von Kotor abzukürzen. Die Fahrt von einem zum anderen Ufer dauert etwa 10 Minuten und kostet ebenfalls €10,--.  Etwa 1 Stunde Fahrt liegen noch vor uns bevor wir den vereinbarten Stellplatz erreichen. Dieser liegt im Ort Petrovacna am Strand Lucice Beach. €4,-- Eintritt. Wir erreichten den Platz gegen 16:30 Uhr. Zu unserem Erstaunen - und heute ist normaler Werktag - Mittwoch - war der Strand übervoll. Wir trafen da unseren lieben Bekannten Christine und Erwin, die wir vor einem Jahr in Griechenland kennen gelernt haben. Bei einem Bier wurden die Erlebnisse des letzten Jahres ausgetauscht und im Anschluß daran gab's Pizza. Das wars für heute morgen gehts weiter.

Tag3 - 1.September 2022

Montenegro - Petrovac - Strand Lucice

Wetter- wolkenlos und bereits 25 Grad um 07:00 Uhr - heute steht - zumindest am Vormittag - Strandleben am Plan. 

Nach dem Frühstück ab an den Strand um 10:00 Uhr waren schon sehr viele Leute da und ein Platzerl finden war gar nicht so leicht. Ich denke mir - heute ist Donnerstag - geht da keiner zur Arbeit ?  Im Laufe der Zeit zog es immer mehr zu, dennoch Wasser ist warm und traumhaft klar.

Bis 14.00 Uhr hielten meine Nerven Stand, aber dann reichte es und weiter geht die Reise. 

Zuerst noch in der Stadt Bar zum Gemüse und Obstmarkt. Das musste sein. Dann noch ein Espresso - auch das muss mal sein. Anschließend gehts ab zur naheliegenden Grenze nach Albanien. Zu unserem Erstaunen - fast keine Wartezeit. Letztes Jahr hatten wir ca. 3 Stunden Wartezeit und kaotische Zustände - dieses mal keine - welche Wohltat ungehindert über die Grenze. Unmittelbar nach der Grenzkontrolle - Telefonkartenverkäufer. In Albanien gilt der LEK als Landeswährung.  1 Euro sind ca. 116 LEK.

Ein kurzes Wort noch zu Montenegro. Mein subjektiver Eindruck ist, das alles einem schnellen Tourismusgeschäft untergeordnet wird. Fängt bei der Küste an, geht über Dörfer und Privathäuser bis hin zu den Menschen. Unvorstellbar wie die Küstendörfer und Städte mit riesigen Betonklötzen verbaut und verschandelt werden. Vorwiegend für Touristen aus dem Osten. Schade um die schöne Küste.

Nach der problemlosen Einfahrt nach Albanien ging's weiter - "Mrizi i Zanave" war unser Ziel. Ein Agroturismus Restaurant vom allerfeinsten. Nicht nur, dass wir mit unserem Bus kostenfrei Übernachten konnten, wurde auch Strom und Wasser zur Verfügung gestellt.

Mittlerweile zogen doch dunklere Wolken am Himmel auf und kündigten Regen an.  Um 19:30 ging's ab Zum Abendessen und wir gewohnt mit sehr feinen Vorspeisevariatioen, großartige Hauptspeisen und ebenso ein sehr kalorienreicher Nachtisch. Alles in allem mit 1/2 Liter Wein € 35,--/2Personen.  Für albanische Verhältnisse teuer aber die Qualität einfach gut. Und jeden Tag ausgebucht !!!!

Mittlerweile wurde der Regen über unseren Köpfen ein heftiges Gewitter. Dennoch war es ein lustiger und kulinarisch perfekter Abend. 

Morgen gehts weiter Richtung Süden - mal schaun wohin es uns führt. Wetter sollte morgen Nachmittag und die nächsten Tage perfekt werden.

Tag 4 - 6  - 2. - 4 September 2022

Kein Internet – kein Telefon – Albanien ist halt nicht der Hot Spot in Sachen Internet usw. Schon gar nicht in dem Tal, an dem See wo wir aktuell die letzten Tage standen. 

Trotzdem eine kurze Zusammenfassung unserer bisherigen Reiseroute.

Noch einmal eine Richtigstellung zu unseres Besuches bei Mrizzi i Zanave. Das Essen da war gut aber nicht mehr hervorragend. (Subjektiv betrachtet) Wir hatten letztes Jahr ganz andere Erfahrungen. Jedenfalls - dennoch einen Besuch auf alle Fälle Wert.

Das Frühstück am Freitag war ok. Ich hatte den Eindruck alles was es am Vorabend gab, ist jetzt wieder auf dem Tisch. Bei rund € 8,--/Person. 

Unsere Reise führte uns wieder zurück nach Shkoder und von dort in einen kleinen Ort mit einer alten antiken Bogenbrücke. Diese haben wir besichtigt und im Anschluß daran fuhren wir auf einer sehr gut ausgebauten Strasse in ein Bergdorf. Ich durfte in einer Mosche einem islamischen Gottesdienst beiwohnen. Für meine Ohren klang alles ganz seltsam und die Abhandlung – eben islamisch auch für meine Augen seltsam. Mittlerweile wurde es so richtig heiß. Die Reise ging weiter wieder zurück nach Skodhar und auf Umwegen und einigen Übungen um Umdrehen und zurück fahren erreichten wir doch noch unser heutiges Ziel. Der Ort heisst Rragan und der Stellplatz direkt am Stausee Sarda. Zuerst war ich doch skeptisch, aber nach kurzer Zeit und der ersten Schwimmeinheit freundete ich mich da an. Mittlerweile stehen wir schon den dritten Tag da und sind immer noch begeistert. 

Der gestrige Samstag war geprägt vom – Nichtstun – einfach nur entspannen, schwimmen, und wie das heute heisst chillen. Eigentlich wollten wir unsere Zelte am Samstag abbauen und weiter fahren, aber die Stimmung, der See und die Ruhe da sind so einzigartig, dass wir beschlossen auch am Sonntag noch hier zu bleiben. Etwas Holz gesammelt und schon brannte am Abend ein nettes kleines Feuer in unserer Feuerschale.

Heute Sonntag 06:30 die erste Schwimmeinheit in einem spiegelglatten super schönen und 23 Grad warmen See. Herz was willst du mehr. 

Nach dem Frühstück eine ausgedehnte Wanderung in die naheliegenden Berge. Unglaublich wo hier noch Häuser und Ortschaften sind. Das ist das wilde Albanien, wie man es sich so vorstellt. 

Abenteuerliche Strassen voll gespickt mit Schlaglöchern und tiefen Fahrspuren – man könnte meinen da passt ein kleiner Smart schon mal rein. Gegen 12:30 wieder zurück und nichts wie rein ins „kühle“ Naß. Der Nachmittag war dann wieder geprägt von Ruhe und Erholung. 

Es ist jetzt 18:00 Uhr und die Küche ruft zum Abendessen – heute Putenfilets mit Pilzen und Reis. Vielleicht auch ein kleines kühles Bier dazu – vielleicht ! 19.00 Uhr - Bier gab’s auch dazu - :-) Essen war hervorragend. Als „Nachtisch“ - Gin vom Feinsten – VLINSPERCH aus Altaussee. Besser geht’s net.

Jetzt wird die Küche und das Geschirr sauber gemacht und dann nochmals schwimmen im spiegelglatten See. - Vor der „Haustüre“ ! 

Das kleine Feuer wartet entzündet zu werden und dann noch ein Gläschen Rotwein. 

 Später hatten wir noch eine seltsame Begegnung mit 3 Albanern, die unsere Gastfreundschaft mit Rakki sehr geschätzt haben. Aber alles harmlos und freundlich.

 Dann weiter zur Mrizzi – Wasser und Akku aufladen und zum Schluß ins Pfahlbaudorf Patok.

Dort bernachten und vor allen Dingen zum Abendessen. Wir kennen das vom letzten Urlaub in Albanien. Fischplatte vom Feinsten. Vopr allen Dingen ein Superschöner Platz zum Nächtigen. 

 

 

 

 

Tag 5 - 5. September 2022 

Schweren Herzen verlassen wir unseren Standplatz am See.

Es geht Richtung Süden. Vorerst standen wir noch kurz bei der Mrizzi, Akku und Wasser aufladen, und dann ging's weiter nach Lezhe. Wir holten uns eine Telefonkarte und mussten Mineralwasser und Brot besorgen. 

Nach gut einer Stunde wieder im Bus und ab Richtung Patok Lagune - Pfahlbaudorf mit Restaurants.   Die Freude über den schönen Platz wurde ganz brutal getrübt. Wie wir den Ort vergangenes Jahr angetroffen haben - wunderschöne Strände mit Palmen, Sonnenschirmen usw. - den gibts nicht mehr. Ein Jahr vergangen uns alles kaputt  nichts mehr zu sehen von einst.

Zu unserer Freude gesellten sich Erwin und Chistine wieder zu uns und wir verbrachten einen lustigen kulinarisch hoch stehenen Abend im Restaurant Bella Vista. Neben dem hervorragenden Essen gab's als "Nachtisch" diesmal Rakki - in nicht gerade geringem Ausmaß.

Nachtruhe gegen 23:00 Uhr.  Einige Eindrücke nachstehende Bilder.

Tag 6 -   6. September 2022

Wir stehen beim Restaurant Bella Vist im Pfahlbaudorf Patok. Es ist kurz nach 08:00 Uhr und die Sonne knallt schon ziemlich stark vom Himmel. Ich schätze an die 27 Grad. 

Heute gehts Richtung Osten zum Ohridsee. Mal schaun wie weit wir kommen. Erwin und Christine verlassen uns heute endgültig mit dem Ziel Griechenland. Schade es war immer sehr lustig mit den beiden. Wir wünschen den beiden alles gute unfallfreie Fahrt und viel Spaß in Griechenland.

Abfahrt um 10:00 Uhr. 

Tirana - Städtealptraum- Im Schritttempo durch die Stadt.. Chaotischer Verkehr unter der Devise, wer bremst verliert und der Stärkere gewinnt immer. also aufpassen nix kaputt machen und einfach durch. Endlich nach ca 1 Stunde sind wir durch und auf der bestens ausgebauten Autobahn Richtung Elbasan. nächste größere Stadt und ebenfalls mitten durch die Stadt mit Eselkarren, Mega LKW Verkehr und hunderten von Polizisten die sich die Verkehrslage ansehen. Mehr oder weniger stresslos.  Es ist heiss hier - sehr heiss, unser Thermometer zeigt 32 Grad an. Die Klimaanlage läuft auf Volltouren und meine Nase rinnt im Gleichklang mit der Aussentemperatur.  Unsere Route geht weiter Richtung Ohrid See. Vorher aber müssen wir durch schluchtenartige Strassen und auf den Thanes Pass. Bei der Abfahrt vom Pass öffnet sich das Land und der See liegt vor uns - riesig groß und einer der ältesten Seen überhaupt.  Über unsere App "Park4Night" fanden wir einen netten Stellplatz am See, nähe eines Restaurant.  (Kuksi Resort) Nix los, aber Red Bull und Rauch Fruchtsäfte sind hier sehr präsent. Der erste Weg nach dem Einrichten vom Bus war - logisch in den See -  superwarm und sehr klares sauberes Wasser. 

Es ist aktuell 19:00 Uhr und noch immer warm so an die 25 Grad. Wunderbar zu Abend gegessen und unser Begleiter war ein Gläschen Rotwein aus Niederösterreich.  

Leider bin ich auf WLAN angewiesen, mein Telefon mit der Albanien Karte erlaubt keine Internetverbindung. Warum das so ist ? keine Ahnung bis vor kurzem war noch alles ok. 

Daher werde ich in den nächsten Tagen keine Berichte schreiben können. Aber sobald ich wieder WLAN habe geht's weiter.

Bis dahin - danke fürs begleiten. Ich hoffe ihr könnt ein wenig mitreisen und geniesst die wenigen Fotos.

 

Tag 7  - 7. September 2022

 

Nach einer ruhigen Nacht am Ohrit See eine Schwimmeinheit, Frühstück, Bus aufräumen und ab geht die Post. Vorerst durch die Stadt Pogradec, dann weiter Richtung Nordmazedonien.  Grenze - Pässe, Fahrzeugpapiere, grüne Vers, Karte und schon waren wir in einem für uns neuen Land. Erste und für heute einzige Station das Kloster Sveti Naum. Ein Touristenmagnet. Schön, aber für uns jetzt nix neues - solche Anlagen haben wir vergangenes Jahr mehrere gesehen, die stiller und einsamer waren als jenes und vielleicht auch schöner und interessanter. 

Dennoch - es hat sich ausgezahlt die Grenze zu wechseln und die Anlage zu besichtigen. Sehr schön am Ohrit See gelegen ist das Kloster heute ein Luxusressort mit angrenzender Klosteranlage.  Viele Souvenierläden mit allerlei KrimsKrams säumen dann den Weg wieder zurück zum Bus. Mittlerweile 11:00 Uhr und die Sonne knallt wieder mal richtig vom blauem Himmel. Wir sind dann wieder über die Grenze zurück nach Albanien. Kurzer Zwischenstop in einem schön gelegenen Restaurant bei Griechischen Salat. Ich liebe diesen !  Die Reise ging weiter in die südlicher gelegene Stadt Gorca. ca 1 Stunde Fahrzeit. Die Stadt zeigt sich eben albanisch, aber doch auch sehr modern. Das Beste - Eine Bierbrauerei mitten in der Stadt zu unglaublichen Preisen. 

2 Bier ( 0,4 Liter) kosten gerade mal 1,44 Euro !!!! In der Stadt gibt es eine sehr gute Stellplatz Gelegenheit - "Dorcas Albania"

eine Organisation, die albanischen Menschen hilft und den Garten zur Verfügung stellt. Eine Nacht kostet 12,--Euro, mit allem was dazugehört, Waschmaschine, Trockner, Duschen, Elektrik, Wasser, Wifi, usw. Der gesamte Betrag geht an diese Hilfsorganisation.  Nach dem Einchecken nochmals zu Fuß in die Stadt. 30 Minuten und wir waren im Zentrum.  In der Altstadt geht richtig die Post ab, Ein Restaurant und Bar nach der anderen und alle sind sehr gut besucht. Hier spielt die Musik. Wir waren im Lokal "The Beatles". Orginell eingerichtet - aber keine Musik von den Beatles.

Zurück zum Bus und jetzt ist schön langsam Schlafenszeit.  23:00 Uhr - uns bis morgen ! 

Tag8 - 8.September 2022 

 

Auf 850 mt gelegen ist Korca eine sehr schöne, agile Stadt mit ca. 60 000 Einwohnern. Aufgrund der Höhe wird es am Abend und in der Nacht schon ziemlich kühl. Gut für den Schlaf. Einen ebenso guten hatten wir am Gelände der Dorcas Albania Organisation. Gegen 10:00 Uhr gingen wir wieder los und erreichten das Zentrum nach 30 Min Fußmarsch. Der Weg dortin führt an zahlreichen Geschäften und Kaffeehäusern und Bars vorbei. Ganz ehrlich - ich kann das System hier in Albanien nicht ganz verstehen. Schon früh Morgens sitzen in den Bars und Kaffeehäusern kraftstrotzende junge Männer und lassen es sich bei Kaffee und Bier gut gehen. Vor den Lokalen stehen dann die dicken fetten Mercedes, BMW'S, Audi's und so weiter - alles Premiummarken, die ja eine Stange Geld kosten. Neueste Modelle ! Zu Mittag sind dann die Restaurants in der Stadt gerammelt voll und ich nehme an das jeden Tag. Heute ist Werktag ? oder irre ich mich. Egal ich muss ja nicht alles verstehen. Dennoch als gelernter Österreicher fragt man sich schon ....  wie geht das ???  

Die Strassen der Stadt sind ein einzig großer Bazar. Alles spielt sich auf der Strasse ab. Mitten unter den Klamotten DAS Standardsymbol - Mercedes Benz !  Nicht zu knapp.

Nach der Besichtigung des Stadtturmes mit Besteigung auf die Aussichtsplattform, sowie der großen Kathedrale haben wir uns eine Stärkung in der Altstadt verdient. 12:00 Uhr und wir brechen wieder auf zum Bus und nehmen fahrt Richtung Nordmazedonien auf.

Die Grenze passieren wir um 13:30 - problemlos, sogar mit deutscher Nachfrage ob wir etwas zu verzollen hätten - Nein - dann gute Fahrt ! 

Die Stellplatzsuche erwies sich am Prespasee ziemlich schwierig. Wir beschlossen in den nächste Ort weiter zu fahren und mal zu tanken.  1Liter Diesel kostet hier € 1,60. Gegen 17:00 Uh erreichten wir das Dorf Pretor und wir stehen hier am Restaurantparkplatz Relax Beach Resort. Aktuell 21:00 Uhr und Musik dröhnt aus den benachbarten Lokalen. Mal schaun wie ruhig die Nacht heute wird. 

Morgen gehts in die Berge in den Ort Kavadartsi - dort soll am Wochenende ein Weinfest sein und auf Empfehlung eines Deutschen, den wir in Korca getroffen haben sehr empfehlenswert. ok das schauen wir uns an. Bericht folgt. 

Bis dahin bleibt's gesund und ich freu mich über Kommentare.

 

Tag 9 - 9.September 2022

Unser Platz beim Restaurant Relax war ok, die Hunde am Platz haben sehr gut auf uns aufgepasst.

Zum Schwimmen taugt der See nicht. Schlammig und grau, das Wasser nicht sauber – also no go.

Nach dem Frühstück sind wir Richtung Karvadarci – im Hinterland von Mazedonien. Ein Weinbaugebiet mit enorm viel Weinanbau Flächen. Die Strasse dorthin – immerhin 140 km war in einem super Zustand. Würde man nicht meinem am Balkan. Wetter ging – etwas bewölkt, aber schön warm so bei 25 Grad. Am Weg dorthin noch eine orthodoxe Kirche mit einem riesigen Metallkreuz nebenan besucht.

Gegen 13:00 Uhr sind wir im Zielort eingetroffen. Mittlerweile an die 30 Grad. Der Ort selbst - Balkan ! - unschön und zum vergessen. Aber man staune - einen A1 Telefonshop gibt es da. 

Im Grunde genommen wollten wir am Weinfest welches dieses Wochenende stattfindet teilnehmen, aber die Umstände haben uns davon Abstand nehmen lassen. Wir sollen mit € 50,-- einen Tisch reservieren, dafür bekommen wir 3 Flaschen Wein und Knabberzeug. Abgesehen davon startet das Fest um 18:00 Uhr und nach Auskunft einer Einheimischen ist da die Hölle los und wahrscheinlich schon alle Tische ausgebucht. 

Der „ganze Balkan“ kommt hierher zum Fest. (Originalzitat). Auf Empfehlung haben wir dann 15 km weiter ein nettes Weinlokal gefunden und da eine Kleinigkeit gegessen.

Wieder zurück in Karvadarci und im Weingut „Tikves“ noch Wein eingekauft und eine kurze Führung durch das Gelände mitgemacht. Lt. Auskunft werden pro Tag 200 Tonnen Weintrauben angeliefert. Man befindet sich da in der Hochsaison. Und unzählige Bauern mit ihren Traktoren und vollen Anhängern stehen und warten auf das Abladen. 

Gegen 17:00 Uhr sind wir wieder abgefahren und zu unserm nächtlichen Stellplatz – wo wir gegen 18:00 Uhr angekommen sind. Wir stehen oberhalb des Stausees „Tikves“ (namensgleich mit dem Weingut) und die Sonne verschwindet hinter den aufragenden Bergen. Es ist immer noch sehr heiß – an die 29 Grad. Und wieder einmal hab ich im Kartenspielen (Schnapsen) den kürzeren gezogen. !!!! 

Morgen gehts dann zurück Richtung Ohrit See und wir werden auf der Paßhöhe stehen bleiben und die eine oder andere Wanderung unternehmen. Ich schätze mal, dass wir auch da übernachten. 

Bis dahin – g’sund bleiben. 

Wie hat schon Heinz Conrads gesagt - „ Servas die Madln, griaß eich de Buam“ in dem Sinne.

Tag 10 - 10.September 2022

Tagwache um 07:00 und - Frühstück - on the Road um 09:00 Uhr

Wieder zurück Richtung Ohrit See. Zuerst über die Berge nach Prilep, dann weiter nach Bitola - für uns unbekannte Städte, aber für Mazedonien größere Städte mit guter Infrastruktur. Neben Tabakanbau gibt's enorm viel Obst in Form von Äpfel, Wein und allerlei Gemüse. Gerade wird eine Autobahn durch abenteuerliches Gelände - sprich Schluchten und Berge gebaut. Dadurch gab's immer wieder Anhaltungen und Wartezeiten. 

Eine sehr schöne Bergstraße (Maut €4,--) brachte uns auf den Sattel zwischen Ohritsee und Prespasee.  Genau der Sattel war unser Ziel für heute. Wir unternahmen eine Wanderung auf den Berg  Peak Lako Sienoj - 1984 m. Leider hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nebel zog auf und damit auch Regen. Nur kurz und unbedeutend, aber die Sicht war leider weg. Hin und wieder riss der Nebel auf und man sieht auch beide Seen.  Nur der Wind war lästig. Gegen 14:00 Ihr waren wir wieder beim Bus und wir beschlossen nicht am Berg zu übernachten, sondern im Tal am Wasser mit einer kurzen Schwimmeinheit. Im Dorf Trpejca fanden wir einen genialen Platz für die Nacht. Oberhalb der Klippen mit atemberaubenden Blick über den Ohritsee. 

Der Weg zum Wasser war kurz und steil, hat sich aber gelohnt. Wasser super sauber und angenehm warm. Einfach nur wunderschön. Gegen 18:00 Uhr wieder hoch zum Bus gegangen und bei perfekten Sonnenuntergang noch Spaghetti mit Rose Wein vom Weingut Tivek genossen. 

Ein sehr schöner Tag geht hiermit zu Ende, 

 

Tag 11 -  11.September 2022

Ein perfekter Standplatz über dem Ohridsee - und noch dazu eine ruhige Nacht. Was willst mehr im Urlaub. Frühstück um 07:00 Uhr. Heute gehts wieder auf den Pass rauf und wir haben eine Wanderung auf den Peak Magaro auf dem Plan. Lt meiner Uhr soll der ca. 2200 mt hoch sein. Gegen 10:30 ging's los, zuerst schön kühl durch den Wald und anschließend über freies Gelände auf einem sehr schönen Weg erreichen wir nach 2 Stunden den Gipfel. Gut dass es einen Rundweg gibt und wir nicht den gleichen Weg runter gehen müssen. Abgesehen davon dass der "Normalweg" sehr steil und steinig ist.  Also die richtige Wahl. Kurz zieht eine Nebelfront auf, aber die stört uns nicht und war gleich wieder durchgezogen. Perfekt schönes Wetter und Sicht auf beide Seen.

Beim Bus gegen 14:00 Uhr angekommen. Wieder runter ins Tal gefahren und logisch zu unserem perfekten Stellplatz. Kurz darauf Badesachen zusammenpacken und ab gehts zum Strand. Perfekt ruhiges, warmes und klares Wasser. Wind zieht auf und in Null Komma null waren wieder Wellen da. Für einen See ziemlich hohe. Unruhiges Wasser. Nix mehr mit Schwimmen. In einem der netten Lokale direkt am Strand dann noch zu Abend gegessen.  Jetzt sind wir wieder beim Bus und genießen die Stille. Irene holt Holz und wir werden ein kleines Feuer entzünden. Tolle Abendstimmung.  

Heute kommen nur wenige Fotos, aber Berge sind halt schnell mal abfotografiert.  

Morgen - Badetag !!!!!  

Also dann Griaß euch de Madln Servas die Buam !!! :-

 

Tag 12 - 12.Spetember 2022

Heute hatten wir einen sehr entspannten Badetag am Strand des Ohridsees bei perfektem, sauberen und warmen Wasser. einfach nur nix tun. 

Es gibt für heure nix besonderes zu berichten. daher wird's kurz. Aber eines hatten wir einen perfekten Sonnenuntergang.

und tolle Stimmung - wiederum bei einem Abendfeuer in unserer genialen Feuerschale.  Bei Spaghetti mit Meeresfrüchten und Rosewein vom Tivak Weingut.

Tag 13 - 13.September 2022

Das Dorf Trepjeca lässt uns einfach nicht los. Besser gesagt der traumhafte See mit glasklarem Wasser. Daher haben wir beschlossen auch heute noch hier zu bleiben und den Tag am Strand noch einmal geniessen. Somit sei alles für den heutigen Tag gesagt.

Morgen gehts weiter, zuerst in das Pfahlbaudorf "Michov Grad," ein Nachbau eines alten Pfahlbaudorfes, dann über die Stadt Ohrid Richtung Albanien nach Kruje.

Tag 14 – 14.September 2022

Wir haben heute unseren lieb gewonnenen Stellplatz auf den Klippen (schweren Herzen) verlassen und sind nach Frühstück und Bus klar machen weiter in das Pfahlbaudorf „ Bay of the Bones“ gefahren. Ein rekonstruiertes Pfahlbaudorf, nachdem man in der Bucht die original Pfahlbaudörfer gefunden hat. 

Sehr anschaulich gemacht und sehenswert. 

Anschließend ging’s weiter in die Stadt Ohrbit. Tanken,( 1Lt Diesel kostet umgerechnet € 1,47) Wasser auffüllen und schon waren wir in der Stadt. Ohrbit hat uns durch seinen doch mediteranen Charme überrascht. Man könnte glauben man ist irgendwo in Italien. (Wird auch als Gardasee des Balkans bezeichnet)

Schöne alte Häuser eine tolle Strandpromenade, alles sehr gepflegt (auch die Menschen) und sauber. Die Lokale sind schon am Vormittag alle voll, man trinkt einen Espresso oder Aperol unter der Devise – „sehen und gesehen werden“. Moderne Geschäft mit den bekannten Nobelmarken wechseln ab mit kleinen Läden mit allerlei Krimskram und Souvenirs. 

Sehenswert war die Kirche der hl.Sophia mit alten wunderschönen Fresken an Wand und Decke. Eintritt € 3,--/p.P. 

Zur Stadt Ohrit ein Wort: 42 000 Einwohner, die achtgösste Stadt in Normazedonien und Verwaltungssitz. Liegt auf 700 Meter über dem Meeresspigel und es gibt hier schon ab und an im Winter Schnee. man glaubt es kaum. 

Gegen 14:00 Uhr Abfahrt Richtung Albanische Grenze. Der Übergang selbst war dann kein Problem und weiter ging’s über die Stadt Elbosan Richtung Tirana. Meine Befürchtungen waren Gott sei Dank unberechtigt. Wir kamen super gut und schnell durch den Molloch Tirana. Keine nennenswerten Verzögerungen und kurz nach Tirana fuhren wir nach Kruje. Die Stadt liegt am Hand und beherbergt ein sehr interessantes Museum in der Zitadelle über „Skanderberg“ den Freiheitskämpfer in Albanien. Über Park4Night fanden wir einen Stellplatz weit oberhalb von Kruje. Zu dem allerdings führt eine abenteuerliche Straße. Steil, eng aber sehr gut ausgebaut. 

Aktuell stehen wir oberhalb der Stadt und man hat einen fantastischen Blick auf Tirana, Durres und Kruje. Der Sonnenuntergang – traumhaft.

Somit endet der 14.Tag unserer Reise. 

Morgen gehts nochmals in die Berge, bevor wir liebe Freunde in Fishte treffen.

Alles weitere morgen.

Servas de Madln, griaß eich de Buam.

 

Nachsatz zu Nordmazedonien - wir erlebten dieses Land das erste Mal und für mich zeigt sich dieses Land als teils sehr modern und aufgeschlossen, andererseits mit sehr bescheidenen Lebensverhältnissen für die Menschen hier. Allerdings und das sei positiv vermerkt sind alle die wir getroffen und Kontakt hatten sehr freundlich und aufgeschlossen.  Der Strassenverkehr ist eine andere Geschichte. Hier zählt nur - wer bremst hat schon verloren. !! Aber das ist kein Spezifikum für Nordmazedonien, gilt auch für Albanien. Speziell bei der Abfahrt von Kruje heute Früh hatten wir so unsere Erlebnisse. Nicht umsonst sind entlang der Hauptstrassen und in den Dörfern und Städten unzählige Werkstätten, wo immer etwas repariert wird, sowie ebenso unzählige Schrottautohändler.

Ich denke hier wird aus 4 Mercedes einer zusammen gebastelt. Mercedes Benz - ohne Ende. Mittlerweile auch sehr viele Nobelmarken wie BMW und AUDI's vom Allerfeinsten. Obwohl der Treibstoff hier - Diesel knapp 2,--€ wird sehr viel und schnell gefahren. 

Tag 15. - 15.September 2022

Morgensonne perfektes Wetter und traumhafte Aussicht über das Land bis zur Küste. Was willst mehr. Super ruhige Nacht - ohne Hundegebell ! 

Vom Standplatz gleich ums Eck ging eine Treppe direkt der schroffen Wand entlang steil abwärts zu einer kleinen Felsenkapelle, "Tempel of Sari Salltiku" - ein Bektaschi Heiliger - Spektakulär in den Fels gehauen. 

Wie die Auffahrt zum Stellplatz war auch die Abfahrt spektakulär und erlebnis- und aussichtsreich. Nix für schwache Nerven.

In Kruje haben wir am Morgen den alten Basar durchstreift und den ganzen Krimaskrams, der hier angeboten wird "genossen"

Schnell aber haben wir die Stadt verlassen und wollten zu einer im Führer als schön beschriebene Schlucht (Zeze-Schlucht) fahren. Irgendwann endete die Strasse und ging über in eine unfahrbare, staubige Schotterpiste. Wir wollten das uns und dem Duci nicht zumuten und drehten kurzerhand um.

Ab Richtung Norden über Lezhe zum Strand nach Shengjini. Wiederum hat es über 30 Grad und der Strand ist gut besucht -

(Lignano lässt grüßen) . Trotzdem werden die Liegestühle, Sonnenschirme und das andere Strandgut bereits abgebaut. Die Saison dürfte hier bald zu Ende gehen. Aktuell ist es 15.00 Uhr und wir fahren weiter nach Fishte.

Tag 16 – 16-September 2022

Wir konnten am Parkplatz des Oazi Restaurant in Fihste stehen und hatten eine wunderbar ruhige Nacht. Kein Hundegebell – einzig - man hörte manchesmal die im See schwimmenden Enten und Gänse. 

Mit unseren lieben Freunden Andrea und Karl hatten wir einen wunderbaren Abend im Restaurant mit hervorragendem Essen , gutem Wein und eine nette Abendrunde vor unseren Campern. 

Heute Morgen – der Himmel zeigte sich bedeckt und es begann ganz leicht zu regnen. 

Gegen 11:00 Uhr nach einem Espresso verabschiedeten wir uns von den beiden. Unser Weg geht nach Norden, Karl und Andrea in den Süden. Wir wären gerne mitgefahren. Hilft nix wir müssen nach Hause. 

In Shkodra begann es dann ziemlich heftig zu regnen und wir erreichten gegen 12.00 Uhr die Grenze zu Montenegro. Der Grenzübertritt dieses mal strapazierte unsere Nerven auf das äußerste. 1 ½ Stunden warten auf die Einreise. Offensichtlich hatten wir in unserer Linie einen extrem genauen Zöllner, oder Anfänger. Keine Ahnung jedenfalls – sehr mühsam. 

Warten kommt im meiner DNA nur sehr am Rande vor und demnach war meine Laune ziemlich schnell auf dem Tiefstand. Egal wir hatten es geschafft - zack zack zack - und auf schnellsten Weg durch durch Montenegro. Durch die Dörfer ging’s wiederum aufgrund von hohem Verkehrsaufkommen sehr mühsam und irgendwann erreichten wir die Fähre. Überfahrt kein Problem und schnell erledigt. Diese mal fuhren wir in Herzog Novi von der normalen Route zur Hauptgrenze Kroatien ab und nahmen den kleinen Grenzübergang, Gegen 17:15 Uhr erreichten wir unser heutiges Ziel und stehen an einem kleinen Strand. Jetzt wird gekocht – Heute gibts Fisch, Garnelen und griech. Salat. Ursprünglich wollten wir heute Mostar erreichen aber nach all den Verzögerungen war das nicht möglich.

Morgen gehts dann weiter nach Mostar in Bosnien/Herzogowina.

Tag 17 - 17.September 2022

heute Reisetag von Kroatien über Dubrovnik nach Mostar in Bosnien/Herzogovina.  Frühstück kurz im Freien bevor uns ein Regenguss wieder in den Bus vertrieb.

In Mostar sind wir gegen 13:00 Uhr angekommen und wie erwartet treffen wir auf eine Menschenmenge, die sich durch die Altstadt, den Bazar und über die Brücke schiebt. ( Die Rialto Brücke in Venedig lässt grüßen) Das Wahrzeichen der Stadt, die Brücke selbst wurde im Jahr .. erneuert und hat damit den Charme verloren. Im Bosnienkrieg wurden große Teile der Stadt vernichtet und jetzt wieder aufgebaut. Nichts desto trotz zieht die Stadt die Massen an. Mein Vater war vor ca. 60 Jahren hier in Mostar und mich hätte interessiert wie er damals die Stadt gesehen und erlebt hat. 

Um 16:30 sind wir wieder abgefahren und ca. 15km weiter südlich – zum Derwisch House – ein Bauwerk errichtet im 15 Jh. Direkt aus dem Berg entspringt der Fluß. Kristallklares, türkis grünes Wasser vom allerfeinsten. Am liebsten würde man da schwimmen gehen. 

Im Hinterland zieht ein Gewitter auf und das Donnergrollen kommt immer näher. In diesem Falle ist der kurze Weg der bessere und wir nehmen den am Weg liegenden Campingplatz ( den ersten in diesem Urlaub) mit allen Einrichtungen, und einem tollen Schwimmbad.

Dieses nehmen wir unmittelbar nach Ankunft in Augenschein und schwimmen einige Runden bevor mit der Dunkelheit – gegen 19:15 das Tageslicht verschwindet.

25,-- Euro /Nacht – für das was geboten wird ist es mehr als ok. 

Falls einer der Besucher mal in die Gegend kommt kann ich den Platz nur wärmstens empfehlen.

Camping Mali Wimbledon – Mostar-Blagaj. 

Nachdem wir in Mostar sehr gut gegessen haben gibts heute Abend nix mehr. 

Als Nachsatz noch – Bei der Herfahrt nach Mostar ca 10 km nach der Grenze Kroatien wird gerade eine Brücke für eine Autobahn gebaut. Unglaublich wie hoch die Pfeiler werden und wie atemberaubend das Bauwerk - wenns mal fertig ist - ein Tal überspannt - siehe Foto’s ! ob’s schön ist mag jeder selbst beurteilen, ich finde es eine faszinierenden Ingenieursleistung

 

 

Tag 18 – 18.September 2022

Nach einer sehr angenehmen – weil kühle Temperaturen – Nacht gegen 07:30 Uhr Tagwache mit einer Schwimmeinheit im Pool mit dem Reinigungsroboter Frühstück, Bus aufräumen usw. gegen 10:00 Ihr Abfahrt Richtung Sarajevo. 

Die Strasse dorthin führt durch eine abenteuerliche und sehr gut ausgebaute Strecke, der Neretva entlang. Ein Erlebnis alleine wegen der Gegend – wunderschön. 

Um 13:00 Uhr waren wir in Sarajevo und über Park4Night den Campingplatz Zlatiste Camp angefahren. Etwas mühsam und manches mal glaubt man nicht dass man jemals ankommt, weil es geht immer bergauf. Dennoch es geht und der Platz liegt gut oberhalb der Stadt. Die Aussicht da ist toll und die Stadt liegt einem förmlich zu Füßen. 

20,--Euro die Nacht mit allem ist mehr als ok. 

Jedenfalls haben wir uns nach dem Einrichten von Bus usw. gleich mal auf den Weg nach unten gemacht. Und da geht ordentlich steil in die Stadt. Erst mal durch den Basar schlendern, Eindrücke gewinnen und das Flair geniessen. Im altehrwürdigen Restaurant „Aeroplan“ Cevapcici und Pommes gegessen. Das musste in Sarajevo sein. Angeblich eines der ältesten Restaurants der Stadt. 

Anschließend einige Sehenswürdigkeiten besucht und dann einen Tisch im „Dveri“ ein uns empfohlenes Restaurant für 18:30 bestellt. Zwischenzeitlich noch einen Aperitiv in einer der Bars ein einer Seitengasse genossen. Und dann ging’s ab zum Abendessen. Steak mit diversen Beilagen – siehe Foto - . Und ! „Bestes Steak ever“ – ich hab noch nie so ein gutes perfektes Steak gegessen. 

½ Liter Rotwein, Brot, 2 x Steak, 2 x Grappa zum Preis von 41,--Euro ! Unserer Meinung nach unschlagbar günstig. 

Gegen 20:00 dann mit dem Taxi zum Campingplatz hochgefahren ( 5,--Euro). 

Mittlerweile 14 Grad und es ist „saukalt“ wenn man die Temperaturen der Tage zuvor gewöhnt ist. 

Morgen soll das Wetter schlechter werden und wir werden im Laufe des Vormittages Richtung Laibach abfahren. Mal schau’n wie weit wir kommen. 

Tag 19 - 19.September 2022

Kalt - sehr kalt war die Nacht.  Wir sind dann bei 6Grad Aussentemperatur gegen 07:00 Uhr aufgestanden, und zu meiner "Freude" war das Gas aus. Also gleich mal in der Früh Gasflaschen wechseln - und Heizung einschalten. 

Lt Wetterbericht soll es am Nachmittag schlechter werden, sodass wir beschlossen Richtung Laibach aufzubrechen.

Alles weitere später _ 08:00 Uhr. 

09:00 Uhr und Aufbruch. 20,-- Euro für Stellplatz incl. allem, das war ok.

Gleich nach Sarajevo begann es zu regnen und unser Weg führte uns über Stock und Stein Richtung Banja Luka. Mittlerweile goss es in Strömen und Fontainen gingen hoch wenn das Wasser über die Strasse rann. Gegen 14:00 Uhr dann doch noch Banja Luka erreicht, durch die Stadt ging's relativ gut.  An der Grenze zu Kroatien Stau und zähe Abfertigung. Dann doch durch und das Wetter wurde besser und besser. Auch durch Zagreb hatten wir keine großartigen Verzögerungen, sodass wir die Grenze Slowenien schnell erreichen konnten. Auch an diesem Grenzübertritt keinen nennwenswerten Aufenthalt.  Jetzt galt es zu Überlegen wie wir den Tag beenden und wo. wir übernachten

Ca. 40 km vor Laibach Autobahn sah ich hoch am Berg ein kleines Kirchlein. Da wollte ich rauf und eventuell finden wir da einen schönen Stellplatz wo wir die Abendsonne noch genießen konnten. Nach einigem suchen fanden wir kurz vor der Kirche einen genialen Stellplatz, bei einem Wochenendhaus eines Slowenen. Ich hatte beim Nachbarn gefragt ob wir da stehen könnten, der hatte sofort ja gesagt weil der Besitzer in Kroatien auf Urlaub ist und es sei keine Problem, soweit kannte er den Besitzer dass der nix dagegen hätte. Dankbar nahmen wir das an. 

Noch dazu brachte er uns 2 Flaschen Wein und wünschte uns einen schönen Abend .  DAS SIND ABENTEUER DIE MAN NUR AUF REISEN ERLEBEN KANN. Und man muss das "scheinbar unmögliche versuchen".

 

Tag 20  - 20.September 2022

Die Urlaubstage gehen langsam aber sicher dem Ende zu. Nochmals den sehr schönen Stellplatz im slowenischen Hügelland bei einem Frühstück im Freien geniessen. Es war kalt aber erträglich und beim  Frühstück wärmt uns schon die Septembersonne. Es wird ein schöner Tag. Wir werden den Tag in Laibach verbringen, die Stadt besichtigen und uns treiben lassen.

Gegen 10:30 in Laibach eingetroffen, Bus abgestellt und ab ging's in die Stadt. Laibach die Hauptstadt Slowenien mit ca. 300 000 Einwohnern.  Eine moderne pulsierende Stadt mit sehr vielen jungen Menschen - Studenten - und unzähligen Restaurants und Bars.

Wunderschöne Bauwerke von Jugendstil bis Klassizismus, hier findet man fast alles. Hauptschlagader der Stadt ist der Fluß Lubljanica, der die Stadt durchfließt.

Über der Stadt trohnt das Laibacher Schloß. Ein sehr schöne Wehrburg, die im 12. Jahrhundert das erste mal erwähnt wurde. Heute strömen unzählige Touristen herauf und dient auch sehr vielen hochkarätigen Kulturveranstaltungen. 

Gegen 17:00 Uhr ging's nach einem schmackhaften Abendessen zurück zum Bus und über P4N zu unserem Stellplatz am Zbiljsko jezero.

Morgen gehts über Kranj und dem Loiblpass zurück nach Hause. - Ein kurzer Bericht kommt dann noch.

 

 

Tag 22 -  21.September 2022

Nach einer sehr ruhigen ungestörten Nacht am Parkplatz der Pizzeria und neben dem Fluß machten wir uns auf den Weg nach Norden. Unser heutiges vorletztes Ziel der Loiblpass und die Tscheppaschlucht. Jedesmal wenn wir daran vorbeifahren denken wir uns irgendwann möchten wir uns diese Schlucht anschauen. Heute war es so weit. Und ich muss sagen - es lohnt sich sehr. Beeindruckend die vielen Wasserfälle und die Wege die durch die Schlucht führen. Super gepflegt und sicher gemacht. Die 10,--EURO Eintritt jedenfalls gerechtfertigt. Beim Tschaukofall - ein spektakulärer Wasserfall teilt sich der Weg - einer führt zum Gasthaus "Deutscher Peter", einer führt ins Bodental - genau den nehmen wir.  1 Stunde Gehzeit bis zum Gasthaus Sereinig. 

Insgesamt ca. 3 Stunden Gehzeit mit 500 Hm. Beim Sereinig gönnen wir uns noch ein Mittagessen bevor uns der Bus wiederum zurück zum Ausgangsparkplatz fährt. Das Wetter war uns hold und die Sonne schien um die Wette. Zufrieden und gut gesättigt traten wir über Klagenfurt die Heimreise nach Weisskichen - unser letztes Ziel - an, wo wir gegen 16:45 eingetroffen sind.  Damit endet unsere Albanienreise. Das wichtigste - unfallfrei, und gesund wieder zu Hause - ohne Probleme alles gut gegangen. Insgesamt hatten wir 3500 km am Tacho.


Unser Fazit :   Albanien 2022

Nach Abschluss unserer Reise möchte ich ein Fazit geben und eine Bitte an Euch, die fleissig mitgelesen haben äußern.

Fazit:

Albanien, ein unfassbar interessantes Land. Zahlreiche Möglichkeiten für Camper und Reisende, die Hotelburgen, Partystrände usw. meiden.

Man muss sich aber auf das Land einlassen und akzeptieren - wie es ist.  Wild, schroff, unnahbar, aber hochinteressant.

Die Menschen ein Schlag von - offen, sehr freundlich, hilfsbereit, gastfreundlich, interessiert, aber manches mal auch ein bissl abweisend. Letzteres vorwiegend in touristisch verseuchten Gegenden, die Gott sei Dank nicht sehr zahlreich sind. Wir hatten immer sehr gute Erfahrungen gemacht. 

Meiner Meinung nach bereitet sich das Land auf die touristische Eroberung - und damit auch auf die Aufgabe der Identität vor.

Speziell im Küstenbereich und da genauer im Süden wird's schon mal laut.  Im Landesinnere wird dieser Trend noch einige Zeit ausbleiben. Man findet hier schon mal Ecken, die absolutes Naturerlebnis und tolle Einblicke in die Lebensart der Menschen bieten.

An manchen Standplätzen ( und wir waren immer weg von Campingplätzen) wäre es ein leichtes gewesen uns Böses anzutun, dennoch hatten wir nie das Gefühl in eine unangenehme Situation zu kommen. Ganz im Gegenteil.

Eines wird mir bis heute nicht ganz klar. Es gibt in Albanien unzählige Fahrzeuge der Marken Mercedes Benz, sowie BMW und AUDI - von der Klapperkiste bis zum modernsten Typ. Meist große SUV's.  Diese Dinger sind nicht gerade billig und die Spritpreise sind höher als in Österreich. Ich frage mich halt wie das alles möglich ist. Wahrscheinlich bin ich zu naiv das zu kapieren. Egal is wie es is. 

Zum Strassenverkehr allgemein - Mit einem Wort beschrieben - Chaotisch !  -  Verkehrszeichen und Regeln sind gut, gelten aber nicht für die meisten Albaner. Zumindest ein Großteil hält sich nicht dran und unter dem Motto " wer bremst verliert" hat immer der Vorrang der einfach losfährt. Aber das gilt nicht nur für Albanien - Balkan allgemein - so war es auch in Nordmazedonien, Bosnien und Montenegro. Die Strassen sind überall in diesen Ländern schlecht (ausgenommen Autobahnen und Autostrassen - da geht es gut) 

 

Nun zu meiner Bitte:

Ich habe diesen Block zum aller ersten Mal eingerichtet um euch die Möglichkeit zu geben uns auf der Reise zu begleiten und ein wenig Informationen zu bekommen. Falls jemand mal in diese Gegenden kommt ist es vielleicht hilfreich von unseren Erfahrungen 

zu profitieren.

Ich möchte von euch ein ehrliches Feedback zum meinem Geschreibsel. Ist es zu lang ?  Ist es zu kurz?  Sind zu viele Bilder oder zu wenige ? 

Gebt mir bitte eure Meinung - ich würde mich sehr freuen, weil ich vorhabe diesen Block weiter zu führen und so besser zu werden. 

Herzlichen Dank an alle "Mitreisenden".

Liebe Grüße und Xund bleibn 

Euer Walter S. 

 

p.s.  Falls ihr noch Fragen habt bitte - sehr gerne !


Kommentare: 19
  • #19

    Rosi u. Erwi. (Sonntag, 02 Oktober 2022 09:16)

    Hallo Walter es war eine Freude u. Schön, euch zu begleiten.! wier freuen uns auf Nächtes Jahr euch wieder begleiten zu dürfen!

  • #18

    Markus (Samstag, 24 September 2022 09:36)

    Lieber Walter! Ich freue mich, dass ich auf deine Bitte ein kurzes und ehrliches Feedback geben darf: Die täglichen Berichte, die Fotos, Erfahrungen und persönlichen Eindrücke eurer Reise habe ich nach tlw. harten Arbeitstagen mit Spannung erwartet und waren am Abend somit die beste Lektüre, die ich je bekommen könnte. Auch wenn das Land bei unseren Planungen nicht an oberster Stelle steht, so waren die Beschreibungen so genial, dass wir "Guster" darauf bekommen haben. Die Mischung der Fotos mit den Erfahrungen war zu 100% ausgewogen und perfekt. Somit freue ich mich schon heute darauf, dass Du den Blog weiterführst und bin schon gespannt, von welchem Land ich demnächst deine Eindrücke erhalten werde. Alles Gute und mach bitte zu 100% weiter so!

  • #17

    Karin Hammer (Mittwoch, 21 September 2022 09:20)

    Hallo ihr Lieben, ich habe bei eurem Bericht richtig mitgelebt. Sehr interessant und erlebnisreich. Montenegro, Albanien sieht uns auch wieder.
    Ich hoffe ihr seid gut daheim angekommen und es ist KALT.
    Glg auch von Peter.
    Mein Almsommer ging gut zu Ende.

  • #16

    Nicole (Dienstag, 20 September 2022 21:04)

    Schön, euch über den Blog ein bisschen begleiten zu dürfen! Mostar würd ich auch gern einmal sehen.

  • #15

    Wilhelm & Dorothee (Donnerstag, 15 September 2022 22:54)

    Ihr Lieben, der (zufällige) Abend mit euch am Sari Saltik Heiligtum mit dem fantastischen Blick über Kruje, die Weite bis nach Tirana und Durres war ein großartiges Erlebnis und das Panorama in der Nacht irgendwie surreal. Heute haben wir dann für etwa 18 KM auf der SH38 in den Dajti Nationalpark knapp eine Stunde gebraucht, und genauso lange wieder runter, ein tolles Erlebnis. Weiterhin schöne Reiseerfahrungen für euch. Bis zum Wiedersehen.

  • #14

    Markus (Samstag, 10 September 2022 20:26)

    Lieber Walter! Ein wirklich genialer Blog mit tollen Eindrücken, die Lust machen, sofort mit auf die Reise zu gehen.... Alles Gute und ich freue mich über alle neuen Fotos :-) GLG aus Weißkirchen

  • #13

    Christine&Erwin (Freitag, 09 September 2022 14:08)

    Super, mit einem danke, für deinen Bericht Walter….. wir freuen uns über eure schönen Erlebnisse und kommt gut weiter� GLG

  • #12

    Martin (Donnerstag, 08 September 2022 17:29)

    Genial, Walter! Danke dafür! :)

  • #11

    Tugut (Montag, 05 September 2022 13:10)

    Hurra habe es geschafft. Bin dabei und freue mich auf Berichte und Bilder vom Meister Fotografen.
    Alles Gute.

  • #10

    Evelyn& Reinhardt (Sonntag, 04 September 2022 09:13)

    Super, weiterhin gute Reise u.so tolle Bilder! Glg

  • #9

    Gitti (Freitag, 02 September 2022 13:35)

    Ich wünsche euch eine schöne Reise.. Kann ja alles a bisserl mitverfolgen..

  • #8

    Franz (Donnerstag, 01 September 2022 20:00)

    Wir wünschen Euch eine gute Zeit und freuen uns auf deine Fotos�

  • #7

    Lena (Donnerstag, 01 September 2022 19:08)

    Endlich! Wir freuen uns über deine berichte!

  • #6

    markus, luca und silke (Donnerstag, 01 September 2022 18:53)

    gute reise ihr beiden!
    und viele schöne eindrücke und erlebnisse.

  • #5

    Angi (Mittwoch, 31 August 2022 12:08)

    Wünsch euch eine schöne Reise und freu mich auf deine schönen Bilder und Erzählungen dazu :-)

  • #4

    Erwin u .Rosi (Mittwoch, 31 August 2022 10:02)

    Wir wünschen Euch eine schöne Reise und alles Gute!

  • #3

    Verena (Mittwoch, 31 August 2022 09:00)

    Schöne Reise! Freu mich aufs Mitlesen :)

  • #2

    Robert (Dienstag, 30 August 2022 20:24)

    Wünsche euch alles Gute !

    Wir starten am 8 Sept.....auch dahin ....

  • #1

    Nicole (Montag, 29 August 2022 23:52)

    Alles Gute für eure Reise! Ich freu mich auf die Bilder!

Walter Strigl

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